Birgit Gehbauer ist…

Eigentlich habe ich einen ganz klassischen Werdegang:
Nach meinem Abitur im Jahr 1998 studierte ich Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nürtingen und bin Diplom-Betriebswirtin (FH).
Seit 2003 arbeite ich bei der Robert Bosch GmbH. Ich war dort insgesamt schon in 3 Abteilungen tätig, aktuell arbeite ich Vollzeit im Einkaufscontrolling.
Meine Leidenschaft hat außerdem immer den Tieren gehört.
Ich bin mit Fips – einem Labradormischling – aufgewachsen. Als er im Alter von fast 16 Jahren starb, wurde ich ehrenamtlich im Tierheim Ludwigsburg tätig.
Ich bin dort fast täglich mit Hunden Gassi gegangen und habe nach und nach meine „Stammhunde“ bekommen. Zu zweit haben wir uns um 6-8 Hunde gekümmert, vor allem Pit Bulls, Staffordshires und andere bullige Terrier.
Ich habe stets nach dem Wesen geschaut. Wie groß die Zähne waren, spielte noch nie eine Rolle.
Und diese Einstellung hat mich noch nie enttäuscht. Ich durfte wunderbare Tiere kennen lernen, die aufgrund der Medien leider oft nur wegen ihrer Rasse einen schlechten Ruf haben. Sie haben mich ALLE komplett vom Gegenteil überzeugt.

Mit einer der Flauschnasen habe ich dann auch im Tierheim für den polizeilichen Wesentest trainiert, ihn auf die Situationen vorbereitet, ihm die Angst genommen. Nach dem Test hätte er sogar schon einen tollen Platz gehabt. Leider starb der Schnuffel „Seve“ kurz vorher im Tierheim an Pavovirose.
Als ich dann mit dem Studium fertig war, konnte ich nicht mehr jeden Tag vor Ort im Tierheim sein, habe aber einen meiner Schützlinge „Kane“ (ein Staff-Mischling) zu mir genommen. Diese Entscheidung habe ich nie bereut und mein gepunkteter Fellball lebt jetzt bereits seit 2002 bei uns.
Ihn wollte niemand, da er so schwer Arthrose hatte, dass er gar nicht mehr laufen konnte. Dank regelmäßiger Bewegung, guter Pflege und einem ruhigen Leben geht’s ihm aber wieder sehr, sehr gut. Er wird zwar nie eine Sportskanone sein, aber er ist schmerzfrei.
Nebenbei habe ich angefangen, Nachbesuche für vermittelte Tiere zu machen (also zu schauen, ob sie bei ihren Besitzern gut untergebracht sind). Seit 2006 betreue ich zusammen mit 2 anderen Frauen rund 30 ehrenamtliche Nachbesucher auch organisatorisch. Es kam dadurch eins zum anderen: Ich lernte viele Leute kennen, habe mir viel Wissen angeeignet und nach und nach auch viele Kleintiere bei mir aufgenommen.
Aktuell leben bei mir und meinem Mann neben dem Hund noch 5 Ratten, 4 Wüstenrennmäuse, 1 dsungarischer Zwerghamster sowie viele Zwerggarnelen.
2007 habe ich mich dann entschlossen, neben meinem Beruf eine Ausbildung als Hundephysiotherapeutin bei der Paracelsusschule in Stuttgart zu machen. Nach einem Jahr habe ich sie mit der Note 1,2 abgeschlossen und betrieb einige Jahre eine mobile Praxis – das heißt ich behandelte ihr Tier in seiner gewohnten Umgebung bei ihnen vor Ort.

Momentan pausiere ich, um mich intensiver um meinen rumänischen Flüchtling und meinen Hauptberuf zu kümmern.